Die Twiga Story
Die Geschichte von TWIGA Sun Fruits® begann im Jahr 2019, als Kerstin Wolf als ehrenamtliche Managerin in Uganda tätig war. Während dieser Tätigkeit erkannte sie das große Potenzial erneuerbarer Energien für die landwirtschaftliche Produktion und begann, mögliche Einsatzfelder und Partner zu identifizieren. Dabei stieß sie auf Daniel Neyer, der im Rahmen seiner Forschung an der Universität Innsbruck bereits mit verschiedenen afrikanischen Universitäten und Unternehmen zusammenarbeitete. Aus diesem Kontakt entstand rasch eine gemeinsame Vision: die Lebensbedingungen von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Uganda nachhaltig zu verbessern – durch den Einsatz erneuerbarer Energien und den Aufbau fairer, lokaler Wertschöpfungsketten. Die ersten Ideen wurden in einer von der AWS geförderten Studie1 konkretisiert und analysiert. Um diese Vision in die Praxis umzusetzen, gründeten Kerstin Wolf und Daniel Neyer im Jahr 2021 die TWIGA Sun Fruits GmbH. Das Unternehmen baute von Beginn an auf strategische Partnerschaften mit einem ugandischen Solarenergieunternehmen, der Makerere Universität und einer lokalen Bauernkooperative in Kangulumira im Osten Ugandas. Im September 2021 erwarb das ugandische Partnerunternehmen ein Grundstück in Kangulumira und errichtete dort in den Jahren 2022 und 2023 ein Gebäude für die Manufaktur für die Verarbeitung von Ananas – vollständig aus eigenen Mitteln finanziert.
Vor der Entstehung von Twiga Sun Fruits

Unsere Partner in der Kleinbauerkooperative produzierten circa 4.800 Tonnen frische Bio-Ananas pro Jahr. Der Großteil wurde mit hohen Nachernteverlusten und niedrigen Verkaufserlösen auf dem lokalen Markt verkauft. Etwa 6 Prozent Ihrer Ernte wurde in kleinen Tunneltrocknern weiterverarbeitet. Die Kooperative stellte hierfür 4 Verarbeitungszentren zur Verfügung und schulte ausgewählte Mitarbeiter für die Weiterverarbeitung und Verpackung. Sie verkaufte die getrockneten Früchte und bezahlte Ihre Bauern für die frische Ware und für die Verarbeitung entsprechend der Verkaufsmenge.
Das Obst wurde durch direkte Sonneneinstrahlung in sogenannten Tunneltrocknern getrocknet und durch Kunststoffplanen geschützt. Diese Form der Trocknung lässt weder stabile Qualität noch eine planbare Produktionsmenge zu. Zudem fehlten weitere Kapazitäten für Verpackung und Lagerung. Die Kleinbauern Kooperative verlor bis zu 40% Ihrer Produktionsmenge durch Qualitätsrisiken, die mit diesem Prozess nicht beherrschbar sind. Dieses Risiko mussten sie selbst tragen.
Die Einnahmen der Kooperative waren sehr begrenzt und wurden für Schulungen, sowie den Kauf von Gummistiefeln und Handschuhen für die Bauern verwendet.

"Bio" und "Fair"
70 Farmer in der Kooperative sind bereits nach Europäischer Norm durch die Schweizer Ecocert IMOswiss AG bio-zertifiziert. Für dieses Zertifikat wird seit 2015 jedes Jahr eine erfolgreiche Re-Zertifizierung durchgeführt

Unsere Ananas werden auf kleinen Feldern angepflanzt. Die Kooperative verwendet ein striktes und ausgeklügeltes System von Mischkulturen, um die gute Bodenqualität zu erhalten. Zwischen den Ananas-Reihen pflanzen sie Bohnen, um den Boden mit Stickstoff anzureichern. Außerdem stehen auf den Feldern Bananen-Stauden, Papaya- und Avocado- Bäume. Die Felder kann man nicht mit einer Monokultur Plantage vergleichen. Zur Düngung der Felder werden Kaffeeschalen verwendet.

